John Phillip Starck

Science-Fiction-Autor Gelsenkirchen

Tagebuch - John Phillip Starck

4. Kalenderwoche

Geht es Ihnen auch so? Wo bleibt die Zeit? Gefühlt erst gestern, mit der allgemeinen Lage zu Weihnachten und dem Jahreswechsel gehadert und nun neigt sich der erste Monat des Jahres 2021 schon wieder dem Ende entgegen. Manchmal frage ich mich, wozu wir eigentlich geboren wurden. Damit wir uns lieben, hassen ausrauben, schlagen und töten dürfen? An jeden Tag, um unsere Existenz kämpfen müssen? Sind wir auf diese Welt gekommen, um Kriege zu führen, um erniedrigt, gemobbt und ausgegrenzt zu werden? Besteht der Sinn unseres Lebens darin, die Erde zu verseuchen und das Klima zu schädigen? Ist die Gesellschaftsordnung, so wie wir sie kennen, richtig und gerecht? Warum sind wir von Gier, Neid und Populismus umgeben? Führen wir ein Leben, dass niemanden schädigt? Auf welche Kosten sind die Strukturen des Daseins aufgebaut? Auf den der Mitmenschen in den ärmeren Ländern dieser Welt und den des blauen Planeten! Leben wir eigentlich? Sie sehen, welche Gedanken einen Menschen befallen können, wenn sie sich um die Zeit drehen, und darum, wo die Zeit geblieben ist.

Niemand weiß, wie viel Zeit einem noch auf dieser Erde bleibt, auch ich nicht. Für uns alle ist das gut. Wäre es anders, würden die meisten Menschen mehr oder weniger durchdrehen. Das merkwürdige daran ist, dass wir alles ändern könnten. Wir tun es aber nicht, obwohl wir wissen, dass einzig und allein der Tod unabwendbar ist. In jungen Jahren ist das Leben selbstverständlich, da denkt man normalerweise nicht an das Sterben. Leider müssen zu viele Kinder und Jugendliche wegen Krankheiten, Hunger, Mangel an Medizin, durch Gewalt oder wegen Krieg und dessen Hinterlassenschaften diese Welt früher verlassen als gewollt. Von den fünf Beispielen sind wir leider an zwei definitiv mitschuldig und an zwei weiteren maßgeblich oder bedingt beteiligt. Mangel an Medizin und Hunger sollte es auf dieser Welt nicht mehr geben. Das Gegenteil ist der Fall, ob es uns gefällt oder nicht: Wir tragen wegen unserer Lebensweise eine Mitverantwortung an diesen Zuständen und Ungerechtigkeiten. Wir könnten es ändern, werden es jedoch nicht machen. Ein Umdenken würde einen Umbruch erfordern, den die Mehrheit der Gesellschaft ablehnen würde. Es geht uns einfach zu gut, trotz der Pandemie. Den Wohlstand teilen, kommt nicht in Frage. Dabei nimmt selbst in unserem Land die Armut zu. Ich frage mich, wo das enden soll? Nun, es liegt auf der Hand: Sterben müssen wir alle und nur dreierlei bleibt offen, nämlich das wie, wann und wo.

Unter Berücksichtigung dieser dunklen Überlegungen habe ich die vierte Kalenderwoche bestritten. Trotz manchen kopflastigen Hürden, konnte ich täglich an meiner demnächst erscheinenden Kurzgeschichte schreiben. Allerding gab es nur zwei Tage, an denen sich die Sätze von selbst bildeten. Sie kamen, blieben und wurden festgehalten. Das Ergebnis davon war, dass ich innerhalb von achtundvierzig Stunden mehr Worte geschrieben habe, als an den anderen fünf Tagen zuvor. An diesem Wochenende werde ich "Die Zwölf Apostel - Zeitblase 2020", so der Titel der Story, wahrscheinlich fertigstellen können. Das Ziel ist es, die Geschichte als E-Book am 15. Februar dieses Jahres zu veröffentlichen. Ich lese schon die Kritik, wenn es eine geben sollte. "Schrott, Katastrophe, Mist und Humbug". Um ehrlich zu sein, belastet es mich nicht und um noch offener zu sein: Ich selbst bin nie zufrieden mit dem Ergebnis, aber das ändert nichts daran, das ich mein Ziel in Bezug auf die Geschichte nicht aus den Augen verliere. Einige Leser haben zudem nicht verstanden, das "Die Zwölf Apostel" einen Genre-Mix darstellen. Es ist zum Teil ein fiktiver Zukunftsroman, zu dem sich nach und nach Science-Fiction-Elemente gesellen. Zwangsläufig paaren sich diese Genres mit dem der Fantasy-Kategorie. Science-Fiction kann von Fantasy unmöglich getrennt werden. Viel einfacher ist es umgekehrt: Fantasy benötigt nicht unbedingt Science-Fiction-Komponenten. Auf jeden Fall habe ich meine Geschichten mit den zwölf Aposteln nicht für den Pulitzer-Preis angemeldet.

Im Zusammenhang damit möchte ich an dieser Stelle das Nachwort aus dem dritten Teil der Trilogie "Die Zwölf Apostel - 3. Teil - Gott, der Außerirdische" diesem Tagebuch hinzufügen. 

Nachwort
Liebe Leser!
Nun ist die erste Trilogie der Zwölf Apostel abgeschlossen, doch damit nicht zu Ende.  Die Idee zu dieser Geschichte, wurde in meinem Kopf irgendwann in den siebziger Jahren geboren. Bis in das Jahr 2019 habe ich gedanklich an ihr dies und das verändert, doch als ich den ersten Teil, "Die Apokalypse", zu schreiben begonnen hatte, waren die ursprünglichen Gedanken zu dieser Story überwiegend im Nirgendwo verschwunden. Während der Arbeit an der Trilogie kamen sie zurück, nicht alle auf einmal, sondern nach und nach, und ich hatte große Mühe, dass eigentliche Thema der Story beizubehalten. Teilweise ist es mir gelungen, andererseits eben nicht und das erfüllt mich mit einer Unzufriedenheit, die ich kaum beschreiben kann. Wochenlang habe ich überlegt, wie es mögliche wäre, diesem Übel den Garaus zu machen und mir ist nichts Besseres eingefallen, als der ersten Trilogie, eine zweite, und vielleicht sogar eine dritte, folgen zu lassen. Zu viele Eingebungen von einst, konnte ich nämlich nicht in einem der drei bisher erschienen Bücher erzählen. Hinzu kommt, dass die vorhandene Trilogie meiner Fantasie andere Perspektiven ermöglicht und mir damit neue, vorher nie angedachte Kapitelmöglichkeiten beschert hat.
Ich weiß, wer die Zwölf Apostel von Anfang an gelesen hat, wird, so wie ich selbst, einiges zu bemängeln haben. Ob die Geschichte dem Leser gefällt oder nicht, darauf habe ich keinen Einfluss und die Geschmäcker sind ohnehin verschieden. Entweder man mag die Zwölf Apostel lesen oder eben nicht, denn auch das Genre Science-Fiction/Zukunftsroman ist eine Geschmackssache. Natürlich kann der Leser den Büchern der Trilogie einiges vorwerfen, denn manchmal werden einige Grundregeln unbewusst verletzt. Dafür möchte ich mich entschuldigen und Sie darum bitten, diese Fehler nach Möglichkeit zu ignorieren. Vielleicht ist es für Sie nicht nachvollziehbar, aber als Autor sieht man ab einem gewissen Zeitpunkt seine Fehler nicht, weder vorher noch nachher, egal, wie sehr man sich darum bemüht. Für mich trifft das jedenfalls hundertprozentig zu, und deswegen habe ich das Anliegen an Sie, nicht die Form und Art der Bücher, sondern ausschließlich, die Geschichte zu bewerten.
Für ehrliche Rezensionen mit einer Erläuterung Ihrer Meinung zu der Trilogie oder zu jedem einzelnen Band wäre ich Ihnen sehr dankbar. Mein Ziel ist es, von dem Dasein eines Selfpublishers abzukommen. Unbedingt will ich den Weg gehen, der mich zu einem guten Autor werden lässt und mit Ihrer Meinung könnten Sie mir dabei helfen, und mich auf diesem schriftstellerischen Kreuzzug begleiten, natürlich nur, wenn sie es möchten. Im Moment ist vieles noch eine Illusion, denn für mich und viele andere Selfpublisher sind viele erforderliche Dienstleistungen, wie Korrektorat und Lektorat, praktisch unbezahlbar. Das liegt nicht an der schweren Zeit, die wir alle im Moment leider durchmachen müssen, sondern hat verschiedene Ursachen und das bereits seit Jahren. 
Deshalb bitte ich Sie mit mir und vielen anderen Selfpublisher nachsichtig zu sein, denn die meisten von uns gehen mit absoluter Hingabe einer Leidenschaft nach, die in unseren Jugendjahren Besitz von uns ergriffen hat. Ich kann nur für mich sprechen und mein Alter lässt es zu, dass ich täglich jeden Tag mehrere Stunden an meinen Manuskripten arbeiten kann. Die Technik sowie verschiedene Anbieter haben es ermöglicht, dass ich und wir Ihnen unsere Fantasien anbieten dürfen. Wir wollen Sie nicht langweilen, Ihnen etwas vorsetzen, dass Humbug ist oder aneckt, nein, wir wollen Sie unterhalten und Ihnen humorvolle, ernste, nachdenkliche oder spannende Lesestunden schenken. Wie erwähnt, ich kann nicht für alle Autoren sprechen, aber ich bin felsenfest davon überzeugt, dass die große Mehrheit der Selfpublisher genau dieses Ziel verfolgt. Bitte bedenken Sie, dass es Menschen gibt, die aus unserem geistige Eigentum Profit schlagen wollen und zu viele von uns diese Erfahrung bereits machen mussten. Dann gibt es Leute, die aus einem Buch und aus einer Geschichte ein wissenschaftliches Werk machen wollen und dementsprechend hoch ist deren Honorar. Tatsächlich gibt es Autoren, die sich diese Dienstleistungen leisten können und die nicht bemerken, dass aus literarischer Kunst ein unpersönlicher Duden wird. Jeder Schriftsteller, Autor und Selfpublisher sollte seinem Schreibstil treu bleiben, denn zumindest in diesem Punkt geht es nicht um Kommerz, sondern um Literatur.
Jedenfalls ist das Dasein eines Selfpublishers kein Zuckerschlecken. Ich lege Ihnen deswegen ans Herz, nicht unbedingt immer nur auf Bücher zu sehen, die über eine sagenhafte Beurteilung verfügen, sondern auch jene zu beachten, die keine Sternebewertung haben. Sollte Sie dieser oder jener Klappentext interessieren, greifen Sie zu, lesen, leihen kaufen oder verschenken Sie ein Exemplar, denn Sie unterstützen damit Menschen, die Sie unterhalten wollen und …, vergessen Sie nicht zu bewerten, ehrlich und bevorzugt mit einigen Sätzen dazu. Der Verfasser des Buches, hat sich für Sie viele Stunden, Tage und Wochen Zeit genommen, nehmen Sie sich wenige Minuten für ihn.
Ich wünsche Ihnen vom ganzen Herzen ein gesegnetes Weihnachtsfest, ein gesundes, harmonisches und erfolgreiches 2021!
Ihr John Phillip Starck
04. Dezember 2021

Ich denke, hoffe und wünsche mir, dass diese Zeilen bei einigen Lesern richtig angekommen sind. In den letzten sieben Tagen habe ich außerdem das Profil von John Phillip Starck aktualisiert und ihn zu einem Science-Fiction-Autor umgewandelt. Warum, werde ich erläutern, wenn ich mein Schiff vollständig auf Kurs gebracht habe. Das wird voraussichtlich in zwei Monaten der Fall sein.

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