John Phillip Starck

Science-Fiction-Autor Gelsenkirchen

Tagebuch - John Phillip Starck

3. Kalenderwoche 2021

Die dritte Kalenderwoche hatte es in sich: Sie war bewegend in Amerika, weltweit ernüchternd, sachlich unsachlich ging und geht es in unserem Land zu. Diese Nörgler, Besserwisser und Propheten sind mindestens so peinlich, wie die Corona-Leugner und die Leute, die sich nicht an die Regeln halten. Nein, es kann kein Trost sein, das der Virus inzwischen die Arme ausgebreitet hat und sich nicht nur die Unschuldigen holt. Die Todesfälle im Kreis der Covid-19 Leugner und der Regelgegner häufen sich nämlich. Es ist kein Grund zum Jubeln und hat nichts mit irgendeiner Gerechtigkeit von irgendeinem Schöpfer zu tun, es ist einfach nur traurig. Insbesondere deswegen, da die lebenden Leute aus diesen Kreisen sich nach wie vor vehement weigern dazuzulernen. Zu dieser unerträglichen und nicht nachvollziehbaren Dummheit kommt somit eine Blindheit hinzu, die unerklärlich bleibt.

Kollegen, Freunde und Leser, die diese Seite schon einmal aufgesucht haben, werden bei einem erneuten Rundgang bemerken, dass auf dieser Homepage ein radikaler Wandel stattgefunden hat. Nichts deutet auf die verfassten und veröffentlichten Thriller, Krimis und Gedichte hin. Das hat mehrere Gründe und sie basieren auf Fehler, für die ich und sonst niemand verantwortlich ist. Mit dieser Aussage wird vielleicht schon ersichtlich, dass meine Woche sehr gut begonnen hat, turbulent wurde, um dann, anstrengend und ärgerlich zu werden. Bis auf weiteres sind jedenfalls alle Bücher, die nichts dem Science-Fiction-Genre zu tun haben, von mir aus dem Verkehr gezogen worden. Mit dem Vollzug dieser Aktion habe ich außerdem beschlossen, einen anderen Weg zu gehen, als ursprünglich geplant. Das Ziel bleibt allerdings das gleiche. Unter dem Strich bedeutet es, das mein Pseudonym John Phillip Starck in Zukunft ausschließlich einen Autor aus dem Science-Fiction-Genre repräsentieren wird.

Ähnlich hatte ich es zwar eines Tages vor, doch nicht zu diesem Zeitpunkt und schon gar nicht aus Verdruss. Viele Leute werden sich nun womöglich denken, was ist da schon dabei, denn es fehlt ihnen bei dieser Einschätzung der Blick hinter die Kulissen. Dieser Umbruch ist aufwendig, zeitraubend und berührt, denn das Herzblut ist immer mit dabei. Das allererste veröffentlichte Buch aus dem Handel zu ziehen fällt schwer, nicht anders verhält es sich bei den Werken, zu denen eine besondere Bindung besteht. Unabhängig davon: Ich sehe mein Vorgehen nicht als einen Schritt zurück an, sondern als einen, der neue Perspektiven bietet. Wichtig dabei, die eigenen Vorgaben nicht aus den Augen zu verlieren und viel bedeutender, gemachte Fehler nicht zu wiederholen. Die ganze Prozedur hat die letzten vier Tage komplett in Anspruch genommen und dabei rede ich nicht von acht Stunden täglich. Es musste die doppelte Zeit investiert werden, um auf den Stand von jetzt zu kommen. Dabei gilt es berücksichtigen, dass der Prozess längst nicht abgeschlossen ist. Trotzdem, am 15. Februar 2021 kommt die nächste Veröffentlichung. Sie ist eine ergänzenden Geschichte zu der Trilogie "Die Zwölf Apostel - 1. Akt" und ich hoffe, dass es mir gelingt, die Fans und neuen Leser dieser Science-Fiction-Reihe gut unterhalten zu können.

Am vergangenen Mittwoch wird es vielen Menschen ähnlich ergangen sein, wie meiner Person. Die Amtseinführung von Joe Biden hat neue Hoffnungen geweckt. Anlass genug, sich an den neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika zu wenden. Die Rohfassung des Schriftstücks habe ich bereits fertig. Am Wochenende will ich an dem Schreiben feilen, um es am Montag versenden zu können. Klingt abgefahren, ich weiß, aber nichts und niemand kann mich davon abhalten. 

Die englische Rohfassung:

Dear Mr President!

Words can mean freedom sometimes. A person's freedom is democracy. That is your belief and the belief of all of us. You and I believe in humanity. I beg you: release Julien Assange! Not he made a mistake, but to democracy. This person has to pay ten years for mistakes he has not made. As a president and a Democrat, give life back to this man. He didn't kill civilians, that was the democracy. For this he is now being killed very slowly. Please let him go so that your approach to life has a basis. He acted in a fair way. With Trump it would be the death penalty for the truth! With you? You want peace and you want the best for everyone. Set an example and set this person free! He do it to say fault the mistakes of your predecessors, the responsible state or the world. It was not Julian’s mistakes, but mistakes made by the military of a country. All people have a right to know that. That was and will always be correct. Otherwise politics and the thinking of a Donald Trump will win. Please, leave him alone! The man's life is ruined. The Will, faith too, grace for him! Make a statement for your humanity. I am not a president. I don't have the power. She already! The United States of America defeated a dictatorship with the Allies. A new world was born through it. This new world  must no longer keep Julian Assange  captive. Please think of a person who lost his freedom because of the truth. This is not a democracy! The truth is important to a life of freedom. Make democracy maintain its status. To conclude my request, I congratulate you on your election victory. You are a beacon of hope for many people around the world. For Julian Assange, you may be the last hope!

Die deutsche Übersetzung:

Sehr geehrter Herr Präsident!
Worte können manchmal Freiheit bedeuten. Die Freiheit eines Menschen ist Demokratie. Das ist Ihr Glaube und der Glaube von uns allen. Sie und ich glauben an die Menschheit. Ich bitte Sie: Lassen Julien Assange frei! Nicht er hat einen Fehler gemacht, sondern die Demokratie. Diese Person muss zehn Jahre für Fehler bezahlen, die sie nicht gemacht hat. Geben Sie als Präsident und Demokrat diesem Mann das Leben zurück. Er hat keine Zivilisten getötet, das war die Demokratie. Dafür wird er jetzt sehr langsam getötet. Bitte lassen Sie ihn gehen, damit Ihre Einstellung zum Leben eine Basis findet. Er handelte fair. Mit Trump wäre es die Todesstrafe für die Wahrheit! Mit Ihnen? Sie wollen Frieden und Sie wollen das Beste für alle. Geben Sie ein Beispiel und befreien Sie diese Person! Er sagte und zeigte der Welt die Wahrheit, um die Fehler Ihrer Vorgänger, des verantwortlichen Staates oder der Welt anzuprangern. Es waren nicht Julians Fehler, sondern Fehler, die das Militär eines Landes gemacht hat. Alle Menschen haben das Recht, es zu erfahren. Das Wahrheit war und wird immer richtig sein. Andernfalls werden Politik und das Denken eines Donald Trump gewinnen. Bitte lassen Sie ihn in Ruhe! Das Leben des Mannes ist ruiniert. Der Wille, auch der Glaube, Gnade für ihn! Geben Sie eine Erklärung für Ihre Menschlichkeit ab. Ich bin kein Präsident. Ich habe nicht die Macht. Sie schon! Die Vereinigten Staaten von Amerika besiegten eine Diktatur mit den Alliierten. Durch sie wurde eine neue Welt geboren. Diese neue Welt darf Julian Assange nicht länger gefangen halten. Denken Sie bitte an eine Person, die aufgrund der Wahrheit ihre Freiheit verloren hat. Das hat mit Demokratie nichts zu tun! Die Wahrheit ist wichtig für ein Leben in Freiheit. Lassen Sie die Demokratie ihren Status behalten. Zum Abschluss meiner Anfrage gratuliere ich Ihnen zu Ihrem Wahlsieg. Sie sind ein Leuchtfeuer der Hoffnung für viele Menschen auf der ganzen Welt. Für Julian Assange sind Sie vielleicht die letzte Hoffnung!

Ich muss noch sehr daran feilen, aber garantiert: Montag wird das Gnadengesuch per Post und per E-Mail versandt! Ich werde es mir in der kommenden Woche außerdem erlauben, die Rohfassungen durch die verschickten Texte zu ersetzen. Mit diesen noch zu bearbeitenden Zeilen fand die dritte Kalenderwoche ihr Ende. 

Die vierte können wir alle mit Menschlichkeit beginnen, in dem wir dem Aufruf des Bundespräsidenten folgen und eine Kerze in das Fenster stellen. Wer es heute nicht kann, dem wird es vielleicht am Wochenende möglich sein. Über 50.000 Tsd. Tote wegen dem Corona-Virus! Ob an oder mit dem Virus, spielt keine Rolle. Tot ist tot. Wer jetzt den Verstorbenen nicht gedenkt, für den kann ich nichts anderes als Abscheu empfinden.


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