John Phillip Starck

Science-Fiction-Autor Gelsenkirchen

Tagebuch - John Phillip Starck

6. Kalenderwoche

Am letzten Tag dieser Kalenderwochen ist mir erneut der Kragen geplatzt! Als ob es nicht genügen würde, dass die Pandemie uns allen das Leben erschwert, müssen die Schreihähne, Neunmalklugen und IQ-Erbsenzähler ihren Senf dazu tun. Der dumme Junge von der FDB, der ohnehin stets alles besser weiß, außer der Tatsache, wie sachliche und ehrliche Politik betrieben wird, hat sowieso immer etwas auszusetzen. Ein Schafbock kann unmöglich besser meckern. Wenn es nachdem gehen würde, müsste die Partei weit über vierzig Prozent Wählerstimmen haben, aber dem ist nicht so und das ist herausragend.

Besonders schlimm unter der Pandemie muss der Mann der Rheinladpfälzische Ministerin leiden. Wenn die Dame den Mund aufmacht, kommt nur Blödsinn heraus. Der Unglückliche muss dann die wortgewaltigen Sätze nicht nur mit anhören, sondern dabei zusehen, wie der eigenen Frau mehrmals am Tag der Kopf raucht. Es beginnt bei der Bildung der Sätze, die müssen zuerst zurecht gelegt werden. Wer solche Ansichten vertritt, der muss sich beim Denken unheimlich schwer tun. Das Kopfrauchen setzt sich fort, wenn das Produkt laut von sich gegeben wird. Was da über die Lippen kommt, entbehrt jeglichen Sachverstands. Hinterher qualmt mir der Schädel. Ich bin politisch nicht ambitioniert, aber im Nachhinein bin ich doch sehr froh, dass Frau Merkel Kanzlerin geworden ist. Wäre es einer von den beiden oben angesprochenen Herrschaften gewesen, ich befürchte, die hätten bis heute nicht bemerkt, das nicht ein Bundesland oder ein Staat von dem Virus und dessen Mutationen betroffen ist, sondern die ganze Welt. Das ist der kleine feine Unterschied, warum eine Pandemie als solche und nicht als Epidemie bezeichnet wird. Kapische!

Aber es sind nicht nur die Zwei, da kommen unzählige Personen hinzu, über die ich nicht mehr lachen oder die ich bedauern kann, stattdessen den Kopf schütteln muss und aus Wut am liebsten laut schreien würde. Die Pandemie hat uns seit einem Jahr im Würgegriff. Denken wir doch mal zurück und gehen in den Februar 2020, zum ersten Lockdown. Denken wir darüber nach und rufen uns die nachfolgenden Monate ins Gedächtnis. Unvorstellbar war es, das zwölf Mate später bereits geimpft wird. Trotzdem wird gemeckert. Es klappt nicht alles reibungslos, nun jeder Besserwisser hat natürlich eine entsprechende Erfahrung bereits gemacht und deswegen würden ihm die Pannen nicht passieren. Ich dachte, nur ich wäre perfekt unperfekt. Virologen und auch die Kanzlerin haben wochenlang gewarnt und besonders Frau Merkels Prognosen wurden als ein Szenario dargestellt, welches uns angeblich nie treffen kann. Fakt: Es ist eingetreten und zwar viel früher als es die Bundeskanzlerin vorausgesagt hat. Niemandem ist es entgangen, dass der Virus bereits mehrfach mutiert ist und es weiterhin tun wird, wenn den Interessen von gewissen Personen und der Industrie Gehör geschenkt wird. Mehr Kontakte bedeuten zugleich, das die Mutationen von SARS-COV mutieren könnten. Sicher, sie müssen nicht gefährlicher werden, als der Wirt, aber was, wenn sie sich nicht an die Spielregeln halten und doch aggressiver agieren. Im Übrigen scheint das ohnehin schon der Fall zu sein. Dabei kommt mir in den Sinn, das manche Leute, die Verantwortung tragen und es machen müssten, offenbar die Entwicklung des Virus nicht mitbekommen haben. Sie reden dermaßen Überheblich und zum Teil so dämlich daher, dass sich bei mir die Frage auftut, ob Sie für den Schwachsinn, den sie hervorbringen, bezahlt werden. Es ist unglaublich, doch bei den Äußerungen diverser Lockerungsanbeter hege ich den Verdacht, als ob es sich bei dem Virus und seinen Ablegern um einen harmlosen Schnupfen handeln würde. Diese Schwachsinnigen reden von Lockerungen, von der Aufnahme des Schulbetriebs, obwohl jede Lockerung zu einem Desaster werden könnte. Natürlich kann und darf es nicht so bleiben, wie es ist, wird es auch nicht. Allerdings nur dann, wenn sich nicht nur die Bevölkerung solidarisch zeigt, sondern und vor allem manche Bundesländer. Selbstverständlich geht es leider um sehr viele Existenzen, doch wird damit begonnen, mit dem Risiko zu spielen, dann werden die Konsequenzen fürchterlich sein. Wird zu früh und an den falschen Stellen gelockert, dann wird es nicht so bleiben, wie es ist, oder, wie es hätte sein können, dann stehen uns sehr viel schlimmere Zeiten bevor. Wollen wir das?

Es ist unfassbar für mich, bedauerlicherweise wahr: Ich habe in der sechsten Kalenderwoche nicht einen Satz in eines meiner geplanten Bücher getippt. Manche werden sich denken, besser so. Es gibt ja so Preisverleihungen, wie die goldene Ananas. Es wird der schlechteste Film gekürt, ebenso die schwächsten Schauspieler/innen und was weiß ich noch alles. Ein ähnliches Urteil habe ich für eines meiner Bücher bekommen und wäre es dem Bewerter möglich gewesen, dann hätte er mir am liebsten Minussterne gegeben. Na sag mal! Ehrlich, ich musste lachen und nicht nur wegen dem Kommentar. Zugleich wegen der schlagartig aufgekommenen Werbeidee für das Buch. Das Einzige, was mir bei der Bewertung gefehlt hat, war das Warum. Der Leser tat kund, dass es das schlechteste SF-Buch war, das er je gelesen hat. Okay, akzeptiert. Wieso es sich so verhält, hat er allerdings nicht erwähnt und somit hilft mir dieser Kommentar mit keinem Schritt weiter. Das Buch hat jetzt 2x1 Stern, 1x3 Sterne und 2x5. Seltsam ist, nur die mit einem Stern haben bei der Bewertung Kommentare hinterlassen, ohne Angabe von Gründen, wurde das Buch in der Luft zerrissenen. Nun denn, irritieren lasse ich mich nicht davon. Da es sich so verhält, habe ich mir am Montag Papyrus 11 besorgt. Für viele Autoren/innen ist es das beste Schreibprogramm auf dem Markt. Ich kann dazu noch nichts sagen, werde mich jedoch nach einer Lernphase und Gebrauch dazu äußern. Das Schreibprogramm von Seite 1 gefällt mir ganz gut, damit werde ich in Zukunft meine Science-Fiction-Romane verfassen, während ich Papyrus für ein monumentales Werk benutzen will. Nein, der Kauf der Schreibprogramme ging nicht einfach aus dem Ärmel, vielmehr musste ich eisern und lange dafür sparen. Ansonsten war die Woche aufregend und die siebte Kalenderwoche fängt noch spannender an.

Seit einigen Tagen arbeite ich am nächsten Schritt in der Autorenecke, deswegen konnte ich meiner Leidenschaft, der Schreiberei, nicht nachgehen und werde es auch in den kommenden Tagen nicht schaffen. Zum einen wegen dem Buch und Autor/in des Monats.  Seit gestern sind mir die Sieger bekannt, allerdings wird das Ergebnis zur Sicherheit überprüft. Wer sehr wahrscheinlich im Januar 2021 gewonnen hat, wird an dieser Stelle nicht verraten. Im Übrigen bekommt die Autorenecke.com ein Baby, dass ihr vielleicht mit der Zeit über den Kopf wachsen wird. Im Aufbau befindet sich nämlich die autoreneckegelsenkirchen.de, mit der ich meine schreibenden Kollegen noch mehr unterstützen möchte. Über meinen Fußball-Verein äußere ich mich heute nicht, das wäre zu deprimierend. Ich wünsche allen Lesern eine unbeschwerte siebte Kalenderwoche und es würde mich freuen, wenn Sie mich bei dem Projekt des Tagebuchs weiterhin begleiten würden.


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